ANDY WARHOL. FROM SILVERPOINT TO SILVER SCREEN von DANIEL BLAU (Herausgeber)

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ANDY WARHOL. FROM SILVERPOINT TO SILVER SCREEN von DANIEL BLAU (Herausgeber)

ANDY WARHOL. FROM SILVERPOINT TO SILVER SCREEN von DANIEL BLAU (Herausgeber)

1950S DRAWINGS: BEGLEITBUCH ZUR AUSSTELLUNG IN DER PINAKOTHEK DER MODERNE MÜNCHEN VOM 14.9. - 17.11.2013

Hirmer Verlag, München 2012
Beiträge von James Hofmaier und Sydney Picasso
Text: Deutsch & Englisch
Hardcover mit Schutzumschlag, 278 Seiten, 24,0 x 28,0 cm, 210 Farbabbildungen, darunter über 180 Farbtafeln

Verlagsinfo:

In den 1950er-Jahren stieg Andy Warhol zum Star auf. Von Pop Art war er damals noch weit entfernt. Trotzdem lassen seine frühen Zeichnungen bereits sein späteres Werk erkennen. Der Hirmer Verlag präsentiert eine wertvolle Auswahl seiner Skizzen aus dieser Zeit in dem Band „From Silverpoint to Silverscreen“. Die Bilder geben einen einmaligen Einblick in Warhols Werke während dieser künstlerischen Schaffensphase in New York.

Die 1950er-Jahre: Der Krieg war vorbei, der Aufschwung überall spürbar und das Leben sollte wieder bunter werden. Modemagazine florierten, Illustrierte verkauften sich gut. Das war die Zeit, in der der spätere Pop-Art-König Andy Warhol nach New York kam. Schnell etablierte er sich als Grafiker und Schaufensterdekorateur. Warhol illustrierte mit frischem und klarem Blick, traf den Geschmack der Zeit und machte sich einen Namen. Neben seiner Arbeit zeichnete er fast unentwegt. Er sammelte die vielen neuen Eindrücke und hielt sie auf Papier fest.

Warhols unbekannte Seite

Die Zeichnung „The Nation’s Nightmare“ (in der Übersetzung: „Der amerikanische Albtraum“) bildet einen jungen Mann ab. Mit leerem Gesichtsausdruck sitzt er da, sein linker Arm ist ausgestreckt, der Ärmel hochgekrempelt. Mit knochigen Fingern setzt er sich einen Schuss in die Vene. Warhol zeichnete das Motiv im Auftrag einer Radiosendung über drogenabhängige Jugendliche. Bewusst verwendete er einfache Linien und beschränkte sich auf das Wesentliche.

Andy Warhol verwandelte schon damals die Wirklichkeit ins Ikonenhafte. Er nahm die Welt nicht nur mit seinen Augen wahr, sondern formte sie permanent in seinen Bildern. In den Skizzen geht es um seine große Lebensthemen: Homosexualität, Drogen und den Ausbruch aus den Konventionen seiner Zeit. Die frühen Zeichnungen geben Einblick in seine Gedankenwelt.

Warhols unverwechselbarer Stil

In seinen Zeichnungen legt Warhol den Grundstein für sein gesamtes späteres Schaffen. Er experimentiert mit einfachen Linienzeichnungen, kopiert sie, arbeitet bereits mit Schablonen. In dieser Zeit entwickelt er seine Technik der „blotted line“, der gestrichelten Linie. Er nutzt dieses Verfahren aus Eile, denn so kann er seine Umwelt schneller einfangen. Typisch für ihn ist das Unvollendete des Dargestellten: Er zeichnet Gesichter ohne Nase, lachende Kinder ohne Beine. Erst im Geiste des Betrachters fügen sich die angedeuteten Linien zu einem wunderbaren Gesamtbild zusammen.

Um 1960 entschloss sich Warhol, seine Arbeit als Grafiker aufzugeben und sich ganz seiner künstlerischen Tätigkeit zu widmen. Warhol porträtierte Prominente wie Mao, Marilyn Monroe oder Jackie Kennedy, machte aus Suppenbüchsen Kult und aus sich selbst eine Kultfigur des amerikanischen Pop. Doch nie mehr lässt er so tief in sein Inneres blicken wie in seinen Frühwerken.

Der Entdecker der Skizzen

Der Münchner Kunsthändler und Galerist Daniel Blau entdeckte vor knapp drei Jahren rund 300 Skizzen in Warhols Nachlass. Er erkannte als Erster ihren Wert. Über Monate hinweg beschäftigte er sich mit den Skizzen und traf eine sorgfältige Auswahl. Dabei ging er wie ein Detektiv vor: Andy Warhol hatte seine Zeichnungen oft auf mehreren Blättern entworfen, die er zusammenheftete oder klebte. Im Laufe der Zeit lösten sich Skizzen voneinander, Ecken rissen ab. Daniel Blau setzte die Zeichnungen akribisch wieder zusammen.

Der Hirmer Verlag präsentiert in dem Band „From Silverpoint to Silverscreen“ 210 beeindruckende Zeichnungen. Die Essays der namhaften Kunstkenner James Hofmeier und Sydney Picasso sowie des Galeristen Daniel Blau geben Hintergrundinformationen zu Warhols Leben in den 1950er-Jahren und helfen, die Zeichnungen in die Zeit einzuordnen.