DIE FALSCHMÜNZER / TAGEBUCH DER FALSCHMÜNZER von ANDRÉ GIDE

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DIE FALSCHMÜNZER / TAGEBUCH DER FALSCHMÜNZER von ANDRÉ GIDE

DIE FALSCHMÜNZER / TAGEBUCH DER FALSCHMÜNZER von ANDRÉ GIDE

>> dtv, München 2004
Originalausgabe: LES FAUX-MONNAYEURS / JOURNAL DES FAUX-MONNAYEURS, NRF, Paris 1925 / 1926
Aus dem Französischen von Christine Stemmermann
Taschenbuch, 444 Seiten


Vergriffen
Absolut neuwertiges Exemplar

Verlagstext:

Paris zu Beginn des 20. Jahrhunderts: Eine Gruppe junger Gymnasiasten will der großbürgerlichen Scheinwelt der Elternhäuser entfliehen. Plötzlich sind falsche Goldstücke im Verkehr, und aus intellektueller "Falschmünzerei" wird krimineller Ernst...

Erlkoenig sagt:

Ein Klassiker, der der "modernen Literatur" mit den Weg gebahnt hat. Kühn und unerhört die verschachtelte Erzählform, die Wechsel der Erzähl(er)-Perspektive, und die Einfügung irritierender "doppelter Böden". So schreibt "Onkel Edouard" (relativ deutlich André Gide selbst) an einem Roman, der "Die Falschmünzer" heisst. (Und Gide setzt noch einen drauf, indem er ein Jahr nach Veröffentlichung des Romans das "Tagebuch der Falschmünzer" hinterher schiebt, in dem er darüber schreibt, wie er "Die Falschmünzer" schreibt).
Aber keine Angst: diese Schreibtechniken "stören" nicht, dazu erzählt Gide einfach zu spannende Geschichten. Was "heute" eher ein bisschen irritiert, ist, das Gide wegen der "expliziten Darstellung von Homosexualität" seinerzeit durchaus heftig angegriffen wurde, man "das" aber heute aber kaum nachvollziehen kann. Das "Schwule" ist für unsere Verhältnisse allenfalls angedeutet. Nicht, dass man nicht "merkt", was da abgeht an erotischen Beziehungen und Gefühlen - aber es wird eben nicht so beschrieben, wie man das mittlerweile kennt.
Für "seine Zeit" ist Gide hier zu deutlich und daher provokativ. Für "unsere Zeit" ist er eigenartig vage und lässt vieles auf einer Ebene das "mann kann sich ja denken was wirklich passiert". Auf den ersten Blick wirkt das ein bisschen verschämt, gar prüde. Nur: wenn Gide das, was er 1925 in "Die Falschmünzer" andeutet, in Verschwommennen lässt, 2014 deutlich schreiben würde, hätte er sicher ziemlich schnell einige Staatsanwälte am Hals...

Nochmal: keine Angst: man kann "Die Falschmünzer" ohne diese ganzen (homo)theoretischen Überlegungen als spannenden, ein bisschen nostalgisch-altmodischen "coming-of-age"-Roman lesen

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