NACHTPRINZESSIN von SABINE THIESLER

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NACHTPRINZESSIN  von SABINE THIESLER

NACHTPRINZESSIN von SABINE THIESLER

>> Heyne, München 2013
Taschenbuch, 592 Seiten

Verlagstext:

Das Todesurteil heißt: Ich liebe dich

»Er hatte nicht mehr viel Zeit. Seine Gedanken wirbelten in Panik durcheinander. Wenn er keinen Ausweg fand, war er in ein paar Minuten tot. Sein Mörder flüsterte: "Ich liebe dich", während er ihm die tränenfeuchten Augen küsste und den Schal fester zuzog. "Ich bin es. Deine Prinzessin, deine Principessa. Vergiss das nie."«
Eine Mordserie versetzt Berlin in Angst und Schrecken. Ein perfider Mörder, der sich selbst als »Prinzessin« bezeichnet, sucht sich seine Opfer auf den nächtlichen Straßen und erdrosselt sie beim Liebesspiel.
Die Nachtprinzessin ist erfolgreich im Beruf, lebt unauffällig und wohlsituiert in der Villa ihrer Mutter und hat ein attraktives, sympathisches Äußeres. Sie ist charmant und elegant und liebt die italienische Lebensart. Daher kauft sie sich eine Wohnung in der Toskana, kann aber auch dort ihrem inneren Dämon nicht entfliehen. Obwohl ihr sowohl die deutsche als auch die italienische Polizei dicht auf den Fersen ist, mordet sie weiter. Ihre Sehnsucht nach Liebe ist unersättlich, und auch auf der wildromantischen Mittelmeerinsel Giglio wird die "Prinzessin" zwei jungen Männern zum Verhängnis.
In Siena lernt die Nachtprinzessin den schönen Fremdenführer Gianni kennen, Sohn des Carabiniere Neri aus Ambra, und verliebt sich unsterblich in ihn. Der unerfahrene und schüchterne Junge ahnt nicht, dass die Prinzessin töten muss, wenn sie liebt, und läuft ins offene Messer ...

Erlkoenig sagt:

Die "Nachtprinzessin" - vielleicht ahnt man´s ja schon, ist ein (schwuler) Mann. Und den Hauptteil des Buches erleben wir aus seiner Perspektive. Also: ein richtig schwuler Krimi aus Deutschland. Leider immer noch eine Seltenheit - und daher waren wir recht gespannt ob der Ankündigung des Verlags...
Leider weicht die Spannung beim Lesen zunehmend erst Enttäuschung und später durchaus Ärger: Über die Langatmigkeit des Buches kann man noch streiten: was der eine zu ausführlich und daher spannungstötend findet, findet der andere atmosphärisch stimmig und gelungen...
Keine Ausreden gibt´s aber bei der Anlage der Persönlichkeit der "Nachtprinzessin": ein erfolgreicher Mann in den 40ern, leichter Mutterkomplex, kümmert sich sehr um seinen halbwüchsigen Sohn, der mit Papas Schwulsein nicht klarkommt.... und ganz nebenher entwickelt er sich zum "kaltblütigen" Serienkiller, der seine Lover dahinmordet ohne jede Regung.

Fazit: Der unglaubwürdigste Psychokiller, der uns je untergekommen ist! Was durchaus die Frage aufwirft, ob das nur "nicht gekonnt" ist oder doch schlicht homophober Unfug, denn ohne die ganze reißerische & klischeebehaftete Verortung im "schwulen Milieu" wäre sowas wohl wirklich unverkäuflich....