MÜTTER UND SÖHNE von COLM TOÍBÍN

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MÜTTER UND SÖHNE von COLM TOÍBÍN

MÜTTER UND SÖHNE von COLM TOÍBÍN

>> dtv , München 2010 [Dt. Erstausgabe: Hanser, München 2009]
Originalausgabe: MOTHERS AND SONS, Picador, London 2006
Aus dem Englischen von Giovanni und Ditte Bandini
Taschenbuch, 288 Seiten

Verlagstext:

Tóibíns Söhne sind Diebe, Priester, Bauern, die Mütter Folksängerinnen, Alkoholikerinnen oder Geschäftsfrauen - sie sind tot oder nicht da, aber sie unterhalten hochkomplizierte Beziehungen zueinander. Familiengeschichten, die von Leere und Verlust handeln. Großartig erfunden, wunderbar geschrieben. Wie ein Schleier legt sich das Erzählen um das Erzählte, durch die Sprache hindurch blicken wir auf die Figuren, ihr Umfeld und ihre Handlungen. Tóibín erzählt von dem, was nicht da ist, und stellt sich vor, was da, wo nichts ist, geschehen könnte.

die schwulen Buchläden:

Wer die Romane von Colm Tóibín kennt, weiß, dass Fröhlichkeit und Leichtlebigkeit keine Themen sind, die das Schreiben des irischen Autors (geb. 1955) vordergründig auszeichnen. So sind auch die zehn Geschichten, die Tóibín in seinem ersten Erzählband zusammengefasst hat, von einer leisen Melancholie durchzogen. Bei aller inhaltlichen Unterschiedlichkeit bleibt der gemeinsame Nenner die besondere Beziehung zwischen der Frau, die einem Jungen das Leben schenkte, der inzwischen zum Mann herangewachsen ist, einmal erzählt aus der Perspektive der Mutter, dann aus der des Sohnes: eine Mixtur aus Liebe und Gleichgültigkeit, Verantwortung und schlechtem Gewissen, Lebenslust und Resignation. Da ist die Story von Ted, der alte Schallplattenaufnahmen seiner Mutter, einer ehemals erfolgreichen Folksängerin remixt. Oder der Leser nimmt mit bangem Herzen die Reaktion einer älteren Frau zur Kenntnis, die erfährt, dass ihr Sohn - ein katholischer Priester- wegen Missbrauchs halbwüchsiger Knaben vor Gericht kommt. Und man fragt sich am Ende der Erzählung „Ein Sommerjob“, ob die innige Beziehung von John zu seiner Großmutter nicht doch nur lästige Pflichterfüllung war. Tóibín ist ein Meister der Andeutung... auch das Schwulsein einiger Söhne ist eher selbstverständliche Nebensache wie z.B. in „Eins minus eins“, wo der Erzähler überlegt, seinen Exlover in Irland anzurufen, um mit ihm über den Tod seiner Mutter zu reden. Er gelangt dabei zur Erkenntnis, dass er das Reden über die wesentlichen Dinge immer vermieden hat. „Drei Freunde“ erzählt die Geschichte von Fergus, der nach der Beerdigung seiner Mutter von seinen Kumpels zu einem nächtlichen Rave am Strand geschleppt wird, wo es mit Mick zu geilem Sex kommt und am Ende die Frage im Raum steht, ob es denn „wirklich nur das eine Mal“ bleiben soll...

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