SCHLIMME ENGEL von ERIC JOURDAN

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SCHLIMME ENGEL von ERIC JOURDAN

SCHLIMME ENGEL von ERIC JOURDAN

>> Männerschwarm Verlag, Hamburg 2011
Französische Originalausgabe: LES MAUVAIS ANGES, 1955
Aus dem Französischen von JJ Schlegel
Paperback, 192 Seiten

Verlagstext:

Pierre und Gérard sind Cousins, Abiturienten im Frankreich der 50er Jahre, und Eric Jourdan ist selbst gerade siebzehn Jahre alt, als er den Roman ihrer Beziehung schreibt. "Schlimme Engel" wird sofort von der Zensur verboten und erst 30 Jahre später neu aufgelegt. Jourdan, Adoptivsohn von Julien Green, hat hier zweifellos ein Ausnahmewerk geschaffen, das heutige Leser zu einer Zeitreise einlädt in eine vergangene Welt, deren Zauber unter einer leichten Patina nur umso schöner hervortritt.
Die unzertrennlichen Cousins Pierre und Gérard werden wegen ihrer überwältigenden Schönheit bewundert und beneidet. Immer wieder sind sie Versuchen ausgesetzt, diesen provozierenden Glanz zu zerstören, der so gar nicht in den Alltag der 50er Jahre passt. So kommt es, dass die beiden ganz allmählich die Gewalt, die sie von außen erfahren, in die Rituale ihres Zusammenseins übernehmen. Jourdan schildert diese "bittere Schönheit" in einem lyrischen Tonfall, irgendwo zwischen Genet und Colette, und macht so die Lektüre dieses Romans zu einem exquisiten Erlebnis.
"Gérard bräunte langsamer als ich, aber nach acht Tagen hatte er mich eingeholt, und wir waren alle beide so goldbraun, dass Mädchen und Jungen uns nachschauten, wenn wir durch die Stadt gingen, obwohl auch sie diese Schönheit besaßen, die das gemächliche Leben unter freiem Himmel verleiht. Allmählich verstand ich diese Blicke alle. Sie waren zuerst erstaunt und vereinten uns dann, Gérard und mich, in stummer Bewunderung: Von da an lebten wir in ihren Träumen und gehörten nicht mehr uns selbst."

Eric Jourdan verfasste "Schlimme Engel" im Alter von siebzehn Jahren. Der Adoptivsohn von Julien Green wurde wegen Unverschämtheit und erotischer Eskapaden von mehr als zehn Schulen verwiesen. Sein Werk umfasst Romane, Theaterstücke und Erzählbände. Auf Deutsch ist bisher der erste Teil der Trilogie "Charité", "Révolte" und "Sang" erschienen: "Das Brot der Liebe" (1993). Jourdan lebt in Paris.
Julien Green über Jourdan: "Ein verstörendes Meisterwerk. Es schöpft seine poetische Kraft und Schönheit aus der ergreifenden Menschlichkeit, die immer wieder das Abgründige besiegt."

Pressestimmen:

Der Zusammenhang von Erotik, Gewalt und Homosexualität war zwar schon von Proust, Cocteau und Genet geschildert worden, doch die Schilderung einer Liebe, die in einem Blutrausch endet, ging eindeutig zu weit. Zuweilen mag dies alles dem heutigen Leser, der an festgefügte Erzählmuster gewöhnt ist, zu lyrisch, zu sprunghaft erscheinen. Doch das Einlassen auf das Abenteuer dieser beiden Jungen mit tödlichem Ausgang lohnt sich gerade deshalb: Jourdan beschreibt Momente körperlicher und emotionaler Sehnsüchte, die für den aufgeklärten Schwulen von heute kaum mehr vorstellbar sind, aber als Prüfsteine des eigenen Erlebens dienen.
Dirk Naguschewski in Hinnerk 11/06

Ein großer Verdienst, das vergessene Meisterwerk ein halbes Jahrhundert später endlich auf den deutschen Buchmarkt zu werfen. ... Zeitlos ist das detaillierte Psychogramm einer jugendlichen Liebe, die an Ideale glaubt und an den Grenzen der Vereinigung verzweifelt.
Carsten Schrader in Kulturnews

Wilde siebzehn Jahre war Eric Jourdan, als er diesen Roman verfasste. Liebe und Tod, Schmerz und Schönheit schießen ineinander. Ein Sprachkunstwerk gibt das nicht. Aber seltsam keusch sind die Klischees. Frei von Innerlichkeitskitsch verdoppeln und verstecken sie Gefühle.
Christine Richard in Baseler Zeitung

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