DER STAND DER DINGE von ODD KLIPPENVÅG
Art.Nr.: 13865
Hersteller: Männerschwarm
EUR 18,00
inkl. 7 % USt
Produktbeschreibung
>> Männerschwarm Verlag, Hamburg 2010
Originalausgabe: TINGENES TILSTAND, Cappelen Damm, Oslo 2008
Aus dem Norwegischen von Gabriele Haefs
Hardcover, 181 Seiten
Verlagstext:
Seit 40 Jahren sind Simon und Annar befreundet. Sie arbeiten in ihrem kleinen Laden und verbringen die freie Zeit auf Wanderungen und in ihrer Berghütte fernab der Zivilisation. Simon ist siebzehn Jahre älter als sein Freund, und als die Erzählung einsetzt, erholt er sich von einem Schlaganfall. Annar kümmert sich um ihn und um das Geschäft. In seinen Erinnerungen blickt Simon auf ein gutes Leben zurück - im Einklang mit der Landschaft und der Geschichte seiner norwegischen Heimat.
Der Autor schildert das alles so verlockend und anschaulich, dass man sich selbst hineinwünscht in diese Welt. Natürlich läuft längst nicht alles so, wie es soll. Auch wenn in seinen Gedanken manchmal andere Möglichkeiten kurz aufblitzen, kann Simon sich doch stets mit dem Lauf der Dinge arrangieren, er nimmt das Leben so unausweichlich wie die Natur. Der Roman gibt ein kraftvolles Statement ab zu der Frage, was wirklich wichtig ist im Leben.
die schwulen Buchläden:
Annar und Simon sind nicht mehr die Jüngsten – ein zunächst banaler Satz. Zoomt man ihn etwas heran, kommt man dem Thema von Odd Klippenvags Roman näher. Simon ist 17 Jahre älter als Annar, seit 40 Jahren sind sie ein Paar, das ergibt rein rechnerisch wie lebensgeschichtlich interessante Konstellationen: Zunächst der leicht skandalöse Zustand, wenn der Abiturient in Oslo zum doppelt so alten Liebhaber zieht, dann das attraktive schwule Paar des 30-Jährigen und des auf die Fünfzig zugehenden reifen Mannes, das einen Antiquitätenhandel betreibt, und jetzt ist Annar weit über 50 und Simon demnach Anfang Siebzig. Der körperliche Verfall Simons trifft beide unvorbereitet und hart: ein leichter Herzinfarkt an Heiligabend wird mit den üblichen Weihnachtsritualen überspielt, ein Schlaganfall wenige Monate später beschert Simon eine gelähmte Hand, zum Glück bleibt sein Verstand klar. Während der langen Wochen der Reha hat Simon Zeit, über sein, über ihr Leben nachzudenken. Sein kämpferisches Schwulsein, mit dem die Eltern nicht klar kommen, das versteckte schwule Leben seines Onkels Gustav und jetzt die Selbstverständlichkeit, mit der Annar und seine Freunde ihr Schwulsein mit dem Wunsch nach einem Kind verbinden. Alltägliches: wird es noch Reisen, Spaziergänge, Sex geben?
Die Konflikte, die sich aus Altersunterschied, Krankheit und in der Krise deutlich werdenden unterschiedlichen Lebensentwürfen ergeben, läßt Klippenvag seinen Ich-Erzähler aufdröseln, indem dieser die wichtigen Stationen seines Lebens Revue passieren lässt, an einem langen Sonntag voll ungeliebten Klinikalltags, in banger Erwartung des Besuchs seines Freundes. Angst, Hoffnung und rationale Einsicht in den Stand der Dinge bescheren Simon ein Wechselbad der Gefühle und dem Leser ein nachdenklich stimmendes Leseerlebnis.
(Katalog "die schwulen Buchläden")
Originalausgabe: TINGENES TILSTAND, Cappelen Damm, Oslo 2008
Aus dem Norwegischen von Gabriele Haefs
Hardcover, 181 Seiten
Verlagstext:
Seit 40 Jahren sind Simon und Annar befreundet. Sie arbeiten in ihrem kleinen Laden und verbringen die freie Zeit auf Wanderungen und in ihrer Berghütte fernab der Zivilisation. Simon ist siebzehn Jahre älter als sein Freund, und als die Erzählung einsetzt, erholt er sich von einem Schlaganfall. Annar kümmert sich um ihn und um das Geschäft. In seinen Erinnerungen blickt Simon auf ein gutes Leben zurück - im Einklang mit der Landschaft und der Geschichte seiner norwegischen Heimat.
Der Autor schildert das alles so verlockend und anschaulich, dass man sich selbst hineinwünscht in diese Welt. Natürlich läuft längst nicht alles so, wie es soll. Auch wenn in seinen Gedanken manchmal andere Möglichkeiten kurz aufblitzen, kann Simon sich doch stets mit dem Lauf der Dinge arrangieren, er nimmt das Leben so unausweichlich wie die Natur. Der Roman gibt ein kraftvolles Statement ab zu der Frage, was wirklich wichtig ist im Leben.
die schwulen Buchläden:
Annar und Simon sind nicht mehr die Jüngsten – ein zunächst banaler Satz. Zoomt man ihn etwas heran, kommt man dem Thema von Odd Klippenvags Roman näher. Simon ist 17 Jahre älter als Annar, seit 40 Jahren sind sie ein Paar, das ergibt rein rechnerisch wie lebensgeschichtlich interessante Konstellationen: Zunächst der leicht skandalöse Zustand, wenn der Abiturient in Oslo zum doppelt so alten Liebhaber zieht, dann das attraktive schwule Paar des 30-Jährigen und des auf die Fünfzig zugehenden reifen Mannes, das einen Antiquitätenhandel betreibt, und jetzt ist Annar weit über 50 und Simon demnach Anfang Siebzig. Der körperliche Verfall Simons trifft beide unvorbereitet und hart: ein leichter Herzinfarkt an Heiligabend wird mit den üblichen Weihnachtsritualen überspielt, ein Schlaganfall wenige Monate später beschert Simon eine gelähmte Hand, zum Glück bleibt sein Verstand klar. Während der langen Wochen der Reha hat Simon Zeit, über sein, über ihr Leben nachzudenken. Sein kämpferisches Schwulsein, mit dem die Eltern nicht klar kommen, das versteckte schwule Leben seines Onkels Gustav und jetzt die Selbstverständlichkeit, mit der Annar und seine Freunde ihr Schwulsein mit dem Wunsch nach einem Kind verbinden. Alltägliches: wird es noch Reisen, Spaziergänge, Sex geben?
Die Konflikte, die sich aus Altersunterschied, Krankheit und in der Krise deutlich werdenden unterschiedlichen Lebensentwürfen ergeben, läßt Klippenvag seinen Ich-Erzähler aufdröseln, indem dieser die wichtigen Stationen seines Lebens Revue passieren lässt, an einem langen Sonntag voll ungeliebten Klinikalltags, in banger Erwartung des Besuchs seines Freundes. Angst, Hoffnung und rationale Einsicht in den Stand der Dinge bescheren Simon ein Wechselbad der Gefühle und dem Leser ein nachdenklich stimmendes Leseerlebnis.
(Katalog "die schwulen Buchläden")