DER TRAUM DES KELTEN von MARIO VARGAS LLOSA
Art.Nr.: 16778
Hersteller: Suhrkamp
EUR 9,99
inkl. 7 % USt
Produktbeschreibung
>> Suhrkamp Verlag, Berlin 2012 [Dt. Erstausgabe: Suhrkamp, 2011]
Originalausgabe: EL SUEÑO DEL CELTA, Alfaguara, Madrid 2010
Aus dem Spanischen von Angelica Ammar
Taschenbuch, 445 Seiten
Verlagstext:
August 1916, die Todeszelle eines Londoner Gefängnisses. Roger Casement erinnert sich an seine Jahre im belgischen Kongo, wo er für die britische Regierung einen Bericht über die kolonialen Grausamkeiten verfasst. Er denkt zurück an seine Kindheit in Irland und seine zwiespältige Herkunft aus einer katholisch-protestantischen Familie. An das Jahr 1910, als er die Gräuel einer mit britischem Kapital im Amazonasgebiet tätigen Firma aufdeckt. Und an seine eigentliche Mission, die Berlinreise, wo er Unterstützung für die irische Unabhängigkeitsbewegung sucht. Doch in den Wirren des Ersten Weltkrieges gerät er zwischen alle Fronten. Und wird von denen verraten, die er zu lieben glaubt …
Mario Vargas Llosa zeichnet eindrucksvoll das Leben, die inneren und äußeren Kämpfe des abenteuerlichen Idealisten Roger Casement aus Irland nach, den Traum eines Kelten von einer freien, befriedeten Welt.
Erlkoenig sagt:
"Es ist darum ein großes Manko des Romans von Vargas Llosa, dass er nicht näher auf die soziale Ächtung eingeht, die es zu Casements Zeit bedeutete, homosexuell zu sein. Nichtsdestotrotz ist "Der Traum des Kelten" als eindringliche Anklageschrift fast vergessener Kolonialverbrechen und als spannender Lebensbericht überaus lesenswert." (Deutschlandradio Kultur)
Das möchte ich noch deutlicher formulieren: Für Vargas Llosa ist Homosexualität offensichtlich etwas so "Minderwertiges", dass er gewaltig rumeiern muss, denn ein "echter Schwuler" taugt für ihn wohl definitiv nicht zum Romanhelden. Er löst das "Problem" dadurch, dass er mehr oder weniger andeutet, Casements "Homosexualität" sei nur eine verleumderische Behauptung seiner Feinde gewesen. Fünfzig Jahre früher wäre das wohl die "übliche Art" gewesen, diesen Stoff literarisch zu verarbeiten; 2010 wirkt es schlicht deplatziert...
Originalausgabe: EL SUEÑO DEL CELTA, Alfaguara, Madrid 2010
Aus dem Spanischen von Angelica Ammar
Taschenbuch, 445 Seiten
Verlagstext:
August 1916, die Todeszelle eines Londoner Gefängnisses. Roger Casement erinnert sich an seine Jahre im belgischen Kongo, wo er für die britische Regierung einen Bericht über die kolonialen Grausamkeiten verfasst. Er denkt zurück an seine Kindheit in Irland und seine zwiespältige Herkunft aus einer katholisch-protestantischen Familie. An das Jahr 1910, als er die Gräuel einer mit britischem Kapital im Amazonasgebiet tätigen Firma aufdeckt. Und an seine eigentliche Mission, die Berlinreise, wo er Unterstützung für die irische Unabhängigkeitsbewegung sucht. Doch in den Wirren des Ersten Weltkrieges gerät er zwischen alle Fronten. Und wird von denen verraten, die er zu lieben glaubt …
Mario Vargas Llosa zeichnet eindrucksvoll das Leben, die inneren und äußeren Kämpfe des abenteuerlichen Idealisten Roger Casement aus Irland nach, den Traum eines Kelten von einer freien, befriedeten Welt.
Erlkoenig sagt:
"Es ist darum ein großes Manko des Romans von Vargas Llosa, dass er nicht näher auf die soziale Ächtung eingeht, die es zu Casements Zeit bedeutete, homosexuell zu sein. Nichtsdestotrotz ist "Der Traum des Kelten" als eindringliche Anklageschrift fast vergessener Kolonialverbrechen und als spannender Lebensbericht überaus lesenswert." (Deutschlandradio Kultur)
Das möchte ich noch deutlicher formulieren: Für Vargas Llosa ist Homosexualität offensichtlich etwas so "Minderwertiges", dass er gewaltig rumeiern muss, denn ein "echter Schwuler" taugt für ihn wohl definitiv nicht zum Romanhelden. Er löst das "Problem" dadurch, dass er mehr oder weniger andeutet, Casements "Homosexualität" sei nur eine verleumderische Behauptung seiner Feinde gewesen. Fünfzig Jahre früher wäre das wohl die "übliche Art" gewesen, diesen Stoff literarisch zu verarbeiten; 2010 wirkt es schlicht deplatziert...