Produktbeschreibung
>> Suhrkamp, Berlin 2014
Hardcover mit Schutzumschlag, 194 Seiten
Am Anfang sind es bloß Doktorspiele, aber sie sind schon von einer
Dringlichkeit, die eines Erwachsenen würdig wäre. Später kommt die Bravo
und gibt erstmals eine Sprache dazu. Eine jugendliche Welt aus
zeitschriftengeborenenen Worten wie Petting, Glied und Scheide.
Der Erzähler, drei Jahre jünger als seine Schwester und ihre
Freundinnen, steht staunend vor ihnen und erfährt seine erste Aufklärung
ausgerechnet mit Alice im Wunderland. Alte Hexenhausmänner
durchwandern die Szene und ziehen die Zehnjährigen auf deren
Schulheimwegen in ihre Häuser. Ganz schlimm erwischt es John, einen
amerikanischen Gastschüler, der sich in der Folge einen Panzer gegen
seine Umwelt anfrißt. Die Schwester, inzwischen adoleszent, rennt mit
ihren Freundinnen um die amerikanische Kaserne in Friedberg in der
Wetterau in der verzweifelten Hoffnung, die GIs mögen sie endlich
erwählen. Und die verliebten Jugendlichen bevölkern nach Schulschluß die
Kaiserstraße wie ein Auflauf vorübergehend unheilbar Kranker, für die
sonst nirgends Platz wäre, so zahlreich sind sie...
Erlkoenig sagt:
Ganz und gar erstaunlich, diese "sexuelle Biographie" einer Kindheit in den 70er Jahren. Selten genug gelingt es, kindliche Sexualität literarisch so darzustellen, wie sie ein Acht-, Zehn-, Zwölfjähriger erlebt. Und eben nicht so, wie sie ein Erwachsener im Nachhinein erklärt, verdrängt, leugnet oder einfriedet.
Andreas Maier liest aus "Die Straße"
Video © >> www.zehnseiten.de
Hardcover mit Schutzumschlag, 194 Seiten
Verlagstext:
Erlkoenig sagt:
Ganz und gar erstaunlich, diese "sexuelle Biographie" einer Kindheit in den 70er Jahren. Selten genug gelingt es, kindliche Sexualität literarisch so darzustellen, wie sie ein Acht-, Zehn-, Zwölfjähriger erlebt. Und eben nicht so, wie sie ein Erwachsener im Nachhinein erklärt, verdrängt, leugnet oder einfriedet.
Andreas Maier liest aus "Die Straße"
Video © >> www.zehnseiten.de
