FORSCHUNGSBERICHT von HUBERT FICHTE

Art.Nr.: 08548-TB

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Produktbeschreibung

ROMAN

DIE GESCHICHTE DER EMPFINDLICHKEIT - BAND XV


>> Fischer TB, Frankfurt/Main 2005
Herausgegeben von Gisela Lindemann
Taschenbuch, 157 Seiten


Verlagstext:

Jedes Kapitel des Romans ist der Bericht über einen Tag während einer Forschungsreise des Schriftstellers Jäcki und der Fotografin Irma in der Karibik: vom 4. bis zum 14. Februar 1980 in Belize. Aufgeschrieben wurde der Roman unmittelbar nach dieser fiktiv festgesetzten Zeit in Cartagena/Kolumbien: 'Zeitpunkt 1980. Aber Vorwegnahme des Endes.'

Indem der Autor sehr stur den Tageslauf zweier Ethnologen stenographiert (wie er einmal gesagt hat), beschreibt und inszeniert er hier zugleich den Zusammenbruch aller bundesrepublikanischen (und europäischen) Versuche, auf die Herausforderung durch das Elend der Dritten Welt engagiert zu reagieren. Es ist dies ein Scheitern nicht nur der Politik, sondern auch der ethnologischen Forschung und damit der hochambitionierten Vorhaben des Schriftstellers Jäcki, der sich so gern als schlichter Reporter der Verhältnisse in der Nachfolge Herodots verstanden hatte. Offenbar hat erst die Niederschrift des Romans diesen niederschmetternden Befund zutage gefördert.

Hubert Fichte, 1935 in Perleberg geboren, wuchs in Hamburg auf, war Schauspieler, Schafhirte und Landwirtschaftslehrling. Seit 1963 lebte Fichte als freier Schriftsteller in Hamburg. Zu seinen wichtigsten Werken zählen die Romane ›Das Waisenhaus‹ (1965), ›Die Palette‹ (1968) und ›Versuch über die Pubertät‹ (1974), die ethnopoetischen Reiseberichte ›Xango‹ (1976) und ›Petersilie‹ (1980) sowie die mehrbändige ›Geschichte der Empfindlichkeit‹ (ab 1987). Hubert Fichte starb am 8. März 1986 in Hamburg.