GRABMAL FÜR FÜNFHUNDERTTAUSEND SOLDATEN von PIERRE GUYOTAT
Art.Nr.: 18143
Hersteller: Diaphanes
EUR 39,00
inkl. 7 % USt
Produktbeschreibung
SIEBEN GESÄNGE
>> Diaphanes Verlag, Zürich 2014
Originalausgabe: Tombeau pour cinq cent mille soldats, Gallimard, Paris 1967
Aus dem Französischen von Holger Fock
Gebunden, 656 Seiten
Verlagstext:
Ein Hauptwerk der französischen Literatur des 20. Jahrhunderts und seit seinem Erscheinen Gegenstand heftiger Kontroversen
Besatzer und Rebellen kämpfen um die Städte Inamenas und Ekbatana, Schauplatz: ein fiktives Land in Nordafrika. In einem Jahrhundert unvordenklicher Gräuel und Gewaltexzesse ist dieser Text das auf die Spitze des Grässlichen getriebene Sinnbild jedes Kriegs, markiert den point of no return jeder moralischen und literarischen Konzeption des Bösen. In abgerissenem Stakkato, in archaischem Singsang entfaltet Guyotat Szenen von Folter, Versklavung, unentwegter mörderischer und sexueller Gewalt. Sadismus ist gang und gäbe, absolut und ausweglos gilt das Gesetz des Siegers. Und er schildert die ungeheuerliche Menschlichkeit in all diesen Szenen: obszön und schön. Das radikale, ikonoklastische Epos eines der letzten Avantgardisten der Literatur.
Pierre Guyotat gilt als Frankreichs letzter »poète maudit«, als geistiger Verwandter von de Sade, Lautréamont, Bataille, Artaud. Seit früher Jugend schriftstellerisch tätig, veröffentlichte er 1960 seinen ersten Roman »Sur un cheval«. Im gleichen Jahr wurde er in den Krieg nach Algerien einberufen, wo er 1962 wegen Aufrufs zur Desertion und der Verbreitung verbotener Schriften in Haft kam. Der Roman »Tombeau pour 500.000 soldats« entstand nach Kriegsende zwischen 1963 und 1965 und erschien, nachdem er bei anderen Verlagen abgelehnt worden war, 1967 bei Gallimard, stand zeitweise auf dem Index und machte den Autor auf einen Schlag bekannt. Heute ist das Buch in zahlreiche Sprachen übersetzt.
Erlkoenig sagt:
Irre! Bis heute ist von Guyotat, dem wohl letzten literarischen Tabuzertrümmerer in der Abfolge von de Sade, Lautréamont oder Genet, kein einziges Werk in deutscher Übersetzung erschienen. Dies scheint sich nun ändern zu können. Der kleine literarische Verlag Diaphanes hat für den Herbst 2014 eine erste Übersetzung angekündigt.
Das ist ... absolut unzeitgemäß! Wie Ina Hartwig im Deutschlandfunk sagt, ist Guyotats Werk "das Dokument einer Zeit, als man der Literatur noch zutraute, alle Grenzen, alle Konventionen zu sprengen."
Vorbei. Vorbei! Vorbei?
Mutige sollten sich Pierre Guyotat jedenfalls schon mal auf den Vormerkzettel schreiben. Und Diaphanes danken wir schon mal vorab für den Mut, das bizarre Universum eines der radikalsten schwulen Schriftsteller fürs Deutsche zu entdecken!
>> Diaphanes Verlag, Zürich 2014
Originalausgabe: Tombeau pour cinq cent mille soldats, Gallimard, Paris 1967
Aus dem Französischen von Holger Fock
Gebunden, 656 Seiten
Verlagstext:
Ein Hauptwerk der französischen Literatur des 20. Jahrhunderts und seit seinem Erscheinen Gegenstand heftiger Kontroversen
Besatzer und Rebellen kämpfen um die Städte Inamenas und Ekbatana, Schauplatz: ein fiktives Land in Nordafrika. In einem Jahrhundert unvordenklicher Gräuel und Gewaltexzesse ist dieser Text das auf die Spitze des Grässlichen getriebene Sinnbild jedes Kriegs, markiert den point of no return jeder moralischen und literarischen Konzeption des Bösen. In abgerissenem Stakkato, in archaischem Singsang entfaltet Guyotat Szenen von Folter, Versklavung, unentwegter mörderischer und sexueller Gewalt. Sadismus ist gang und gäbe, absolut und ausweglos gilt das Gesetz des Siegers. Und er schildert die ungeheuerliche Menschlichkeit in all diesen Szenen: obszön und schön. Das radikale, ikonoklastische Epos eines der letzten Avantgardisten der Literatur.
Pierre Guyotat gilt als Frankreichs letzter »poète maudit«, als geistiger Verwandter von de Sade, Lautréamont, Bataille, Artaud. Seit früher Jugend schriftstellerisch tätig, veröffentlichte er 1960 seinen ersten Roman »Sur un cheval«. Im gleichen Jahr wurde er in den Krieg nach Algerien einberufen, wo er 1962 wegen Aufrufs zur Desertion und der Verbreitung verbotener Schriften in Haft kam. Der Roman »Tombeau pour 500.000 soldats« entstand nach Kriegsende zwischen 1963 und 1965 und erschien, nachdem er bei anderen Verlagen abgelehnt worden war, 1967 bei Gallimard, stand zeitweise auf dem Index und machte den Autor auf einen Schlag bekannt. Heute ist das Buch in zahlreiche Sprachen übersetzt.
Erlkoenig sagt:
Irre! Bis heute ist von Guyotat, dem wohl letzten literarischen Tabuzertrümmerer in der Abfolge von de Sade, Lautréamont oder Genet, kein einziges Werk in deutscher Übersetzung erschienen. Dies scheint sich nun ändern zu können. Der kleine literarische Verlag Diaphanes hat für den Herbst 2014 eine erste Übersetzung angekündigt.
Das ist ... absolut unzeitgemäß! Wie Ina Hartwig im Deutschlandfunk sagt, ist Guyotats Werk "das Dokument einer Zeit, als man der Literatur noch zutraute, alle Grenzen, alle Konventionen zu sprengen."
Vorbei. Vorbei! Vorbei?
Mutige sollten sich Pierre Guyotat jedenfalls schon mal auf den Vormerkzettel schreiben. Und Diaphanes danken wir schon mal vorab für den Mut, das bizarre Universum eines der radikalsten schwulen Schriftsteller fürs Deutsche zu entdecken!