Produktbeschreibung
EIN MOSAIK
>> Männerschwarm Verlag, Hamburg 2003
Hardcover, 152 Seiten
Die vorliegende Ausgabe ist eine Art "Best of" des vom Autor im Eigenverlag in zwei dicken Bänden herausgegebenen "Gesamtwerks" ("Hahnenschreie I" und "Hahnenschreie II")
Verlagstext:
Fakten und Fantasmen – Geschichten über ein Mehrfachleben
Was hat ein Exhibitionist in der Sahara mit mittelmäßigen Opernsängern an deutschen Bühnen gemeinsam? Was haben sich ein legasthenischer Freak und Fritz J. Raddatz zu erzählen? Was ist lustiger: Ein Abend mit Boy Gobert oder die Beerdigung von Hubert von Meyerinck?
Moritz Pirol hat eine faszinierende Mischung aus Freundschaften und Strichererlebnissen, fernen Ländern und deutschem Alltag, kulturellem Wissen und subkulturellen Erlebnissen zusammengetragen. Was auf den ersten Blick wie eine Collage aus kurzen Essays, Tagebucheinträgen und Briefen wirkt, entpuppt sich schnell als durchkomponierter Text, dessen Motive verblüffend gegensätzliche Lebensbereiche durchziehen.
Der Autor wird bei einem Thailand-Aufenthalt von einer Idee „überfallen“: von der „Aufforderung, eine Art Saga zu schreiben, die sich aus den unvereinbar scheinenden Kontrasten einer zeitgenössischen, warum nicht auch meiner eigenen Biografie komponiert; nicht einfach das Doppel-, sondern das vielschichtige Mehrfachleben eines konventionell kultivierten und landläufig puritanisch verschreckten Intellektuellen; nach Saga-Art würden Fakten und Fantasmen miteinander verwoben, indem authentische Inhalte sich in fingierten Formen präsentierten.“ Mit anderen Worten: so etwas wie „Die Suche nach der verlorenen Zeit“ in moderner Gestalt. Wer sich auf diese originelle Schreibweise einlässt, erlebt einen hochgradig unterhaltsamen, alltags- und bildungsgesättigten Text, der Erlebnisse aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verarbeitet.
die schwulen Buchläden:
Dieses Buch macht etwas, was im „normalen“ Roman selten gelingt: es erzählt von den ganz verschiedenen Interessen und Erlebnissen eines Menschen, ohne sich auf die für eine durchgehende Handlung wichtigen Aspekte zu beschränken. Das kann eine Busfahrt durch die Sahara sein, bei der plötzlich ein Hirte am Straßenrand sein Gewand lüpft, oder der Besuch im Darkroom, der von der Stimme eines anwesenden berühmten Baritons dominiert wird. In einer Sylter Schwulenkneipe versucht Raddatz einen Jungen anzubaggern, der ihn aber gar nicht kennt, und dieser Mangel an Ehrfurcht ist ungefähr so peinlich wie lustig, als wenn der Pfarrer auf Hubertus von Meyerincks Beerdigung meint, der Verstorbenen habe „einfach keine Zeit zum Heiraten“ gehabt. Dazwischen ein Kindheitserlebnis mit Thomas Mann in Weimar, Dialoge über Schlaflosigkeit und ein Schlüsselerlebnis in Thailand. Allmählich zeigt sich, dass hier nicht einfach Schnipsel zusammengeklebt werden, Themenstränge nehmen Gestalt an, und wenn es zu Ende ist, möchte man eigentlich weiter lesen.
Moritz Pirol wurde in den 40er Jahren geboren. Erst der Dreijährige fängt an zu sprechen, der Zehnjährige schenkt seiner Mutter einen eigenen Gedichtband, der Dreizehnjährige schreibt einen Schwank für sein Schultheater. Die weitere Entwicklung verläuft ebenso rasant: germanistische Dissertation, Bühnenstücke, Rundfunk- und Fernsehstücke, Übersetzungen, Essays und Vorträge folgen. In den letzten Jahren verlagert sich die literarische Tätigkeit ganz in den Bereich erzählender Prosa. So entstehen „Hahnenschreie“ I + II, „Liebesbrief an fremden König“ und „Nach oben offen. Reflexe“. Moritz Pirol lebt in Hamburg.
>> Männerschwarm Verlag, Hamburg 2003
Hardcover, 152 Seiten
Die vorliegende Ausgabe ist eine Art "Best of" des vom Autor im Eigenverlag in zwei dicken Bänden herausgegebenen "Gesamtwerks" ("Hahnenschreie I" und "Hahnenschreie II")
Verlagstext:
Fakten und Fantasmen – Geschichten über ein Mehrfachleben
Was hat ein Exhibitionist in der Sahara mit mittelmäßigen Opernsängern an deutschen Bühnen gemeinsam? Was haben sich ein legasthenischer Freak und Fritz J. Raddatz zu erzählen? Was ist lustiger: Ein Abend mit Boy Gobert oder die Beerdigung von Hubert von Meyerinck?
Moritz Pirol hat eine faszinierende Mischung aus Freundschaften und Strichererlebnissen, fernen Ländern und deutschem Alltag, kulturellem Wissen und subkulturellen Erlebnissen zusammengetragen. Was auf den ersten Blick wie eine Collage aus kurzen Essays, Tagebucheinträgen und Briefen wirkt, entpuppt sich schnell als durchkomponierter Text, dessen Motive verblüffend gegensätzliche Lebensbereiche durchziehen.
Der Autor wird bei einem Thailand-Aufenthalt von einer Idee „überfallen“: von der „Aufforderung, eine Art Saga zu schreiben, die sich aus den unvereinbar scheinenden Kontrasten einer zeitgenössischen, warum nicht auch meiner eigenen Biografie komponiert; nicht einfach das Doppel-, sondern das vielschichtige Mehrfachleben eines konventionell kultivierten und landläufig puritanisch verschreckten Intellektuellen; nach Saga-Art würden Fakten und Fantasmen miteinander verwoben, indem authentische Inhalte sich in fingierten Formen präsentierten.“ Mit anderen Worten: so etwas wie „Die Suche nach der verlorenen Zeit“ in moderner Gestalt. Wer sich auf diese originelle Schreibweise einlässt, erlebt einen hochgradig unterhaltsamen, alltags- und bildungsgesättigten Text, der Erlebnisse aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verarbeitet.
die schwulen Buchläden:
Dieses Buch macht etwas, was im „normalen“ Roman selten gelingt: es erzählt von den ganz verschiedenen Interessen und Erlebnissen eines Menschen, ohne sich auf die für eine durchgehende Handlung wichtigen Aspekte zu beschränken. Das kann eine Busfahrt durch die Sahara sein, bei der plötzlich ein Hirte am Straßenrand sein Gewand lüpft, oder der Besuch im Darkroom, der von der Stimme eines anwesenden berühmten Baritons dominiert wird. In einer Sylter Schwulenkneipe versucht Raddatz einen Jungen anzubaggern, der ihn aber gar nicht kennt, und dieser Mangel an Ehrfurcht ist ungefähr so peinlich wie lustig, als wenn der Pfarrer auf Hubertus von Meyerincks Beerdigung meint, der Verstorbenen habe „einfach keine Zeit zum Heiraten“ gehabt. Dazwischen ein Kindheitserlebnis mit Thomas Mann in Weimar, Dialoge über Schlaflosigkeit und ein Schlüsselerlebnis in Thailand. Allmählich zeigt sich, dass hier nicht einfach Schnipsel zusammengeklebt werden, Themenstränge nehmen Gestalt an, und wenn es zu Ende ist, möchte man eigentlich weiter lesen.
Moritz Pirol wurde in den 40er Jahren geboren. Erst der Dreijährige fängt an zu sprechen, der Zehnjährige schenkt seiner Mutter einen eigenen Gedichtband, der Dreizehnjährige schreibt einen Schwank für sein Schultheater. Die weitere Entwicklung verläuft ebenso rasant: germanistische Dissertation, Bühnenstücke, Rundfunk- und Fernsehstücke, Übersetzungen, Essays und Vorträge folgen. In den letzten Jahren verlagert sich die literarische Tätigkeit ganz in den Bereich erzählender Prosa. So entstehen „Hahnenschreie“ I + II, „Liebesbrief an fremden König“ und „Nach oben offen. Reflexe“. Moritz Pirol lebt in Hamburg.
