Produktbeschreibung
ABSCHIED VON EINEM LEEREN VERSPRECHEN
Manuscriptum, Waltrop & Leipzig 2015
Klappenbroschur, 409 Seiten
Erlkoenig sagt
Praktisch zeitgleich mit Pirinçcis "Die große Verschwulung" bringt der Manuscriptum-Verlag noch einen "Homo-Titel". Ein Schelm, wer Böses dabei denkt? ...
Anders als Pirinçci gibt Lombard seinem Buch einen seriösen Anstrich:
"In seinem nachdenklichen und umsichtigen Essay stellt Andreas Lombard die existentiellen Fragen nach dem gelingenden Leben und der Zukunft des Abendlandes", heißt das dann im Klappentext. Und weiter:
"Früher war die Homosexualität das Thema einer Minderheit. Heute bewegt sie ganze Massen. Die »breite Akzeptanz« kennt keine Ränder und keine Differenz. Homosexualität wurde zum Synonym für eine gesellschaftlich benachteiligte, im Kern aber authentische Leidenschaft. Diese Liebe unter Gleichen, präsentiert als ursprünglich, sexy und unkorrumpierbar, wird zum Jungbrunnen der erschöpften westlichen Gesellschaft. Gleichstellung ist sie die Brücke in eine Zukunft, in der alle Ressentiments beseitigt sind. Dieser idealen Liebe wird es natürlich an nichts fehlen, nicht an Leidenschaft, nicht an ehelichen Banden und nicht an Kindern. Sie ist immun gegen die Fährnisse des Lebens.
Diese Liebe gibt es nicht. Eine Welt, in der alles gleichwertig erscheint, ist eine Welt voller Fiktionen. Sie umstellen die letzten Wahrheiten: Die Unabdingbarkeit der traditionellen Familie, das Kind als Frucht der natürlichen Zeugung, den Unterschied als Fundament unseres Daseins. Das alles sollen wir vergessen. Die Emanzipation der Homosexuellen führt von der sexuellen Revolution zur Industrialisierung der Liebe, in eine Zukunft, die aus dem Labor kommt. Dieser »Fortschritt« geht uns alle an."
Wir fassen dann mal mit einem Satz zusammen:
"Die breite Akzeptanz der Homosexualität führt geradezu zum Untergang des Abendlandes"
Das und Ähnliches hat man schon mal gehört. Man hört es ähnlich bei den "Demos für alle" - in Stuttgart, wo gegen den Baden-Württembergischen Bildungsplan protestiert wird...
Soweit, so alt. Und wer von einem neorechten Pamphlet gegen Homosexualität im Jahre 2015 auch nur ein paar "neue" Gedanken erwartet, wird enttäuscht, denn Lombard reitet mit erstaunlicher Langatmigkeit auf nur einem eizigen argumentativen Pferd: Homosexualität sei gar keine Sexualität (sondern nur eine "Abweichung"), weil sie eben nicht der "Fortpflanzung" diene und daher "nicht naturgemäss" sei.
Selbst der Papst würde diese simple These mittlerweile schlicht lächerlich finden, aber Lombard schafft es, über 400 Seiten darüber zu schwadronieren. Der Ingrimm, mit dem er dies tut, erinnert an die Wahnhaftigkeit abstruser Verschwörungstheoretiker.
Und nichts weiter als das ist dieses Buch. Man könnte es getrost wie Herr Scheck in die Tonne des Großbuchhändlers werfen, so trostlos weltfremd kommt das daher...
Ungefährlich ist dies in Zeiten, in denen alleine die Behauptung, man "dürfe ja so viel in diesem Land garnicht mehr offen sagen" auf spontanen Beifall hoffen kann, allemal nicht. Deshalb gibt´s dieses Buch eben auch hier bei uns. Wie früher in guten alten Zeiten, in denen Homophobie noch die Regel und nicht die Ausnahme war, im (virtuellen) Regal Gift & Galle
Manuscriptum, Waltrop & Leipzig 2015
Klappenbroschur, 409 Seiten
Erlkoenig sagt
Praktisch zeitgleich mit Pirinçcis "Die große Verschwulung" bringt der Manuscriptum-Verlag noch einen "Homo-Titel". Ein Schelm, wer Böses dabei denkt? ...
Anders als Pirinçci gibt Lombard seinem Buch einen seriösen Anstrich:
"In seinem nachdenklichen und umsichtigen Essay stellt Andreas Lombard die existentiellen Fragen nach dem gelingenden Leben und der Zukunft des Abendlandes", heißt das dann im Klappentext. Und weiter:
"Früher war die Homosexualität das Thema einer Minderheit. Heute bewegt sie ganze Massen. Die »breite Akzeptanz« kennt keine Ränder und keine Differenz. Homosexualität wurde zum Synonym für eine gesellschaftlich benachteiligte, im Kern aber authentische Leidenschaft. Diese Liebe unter Gleichen, präsentiert als ursprünglich, sexy und unkorrumpierbar, wird zum Jungbrunnen der erschöpften westlichen Gesellschaft. Gleichstellung ist sie die Brücke in eine Zukunft, in der alle Ressentiments beseitigt sind. Dieser idealen Liebe wird es natürlich an nichts fehlen, nicht an Leidenschaft, nicht an ehelichen Banden und nicht an Kindern. Sie ist immun gegen die Fährnisse des Lebens.
Diese Liebe gibt es nicht. Eine Welt, in der alles gleichwertig erscheint, ist eine Welt voller Fiktionen. Sie umstellen die letzten Wahrheiten: Die Unabdingbarkeit der traditionellen Familie, das Kind als Frucht der natürlichen Zeugung, den Unterschied als Fundament unseres Daseins. Das alles sollen wir vergessen. Die Emanzipation der Homosexuellen führt von der sexuellen Revolution zur Industrialisierung der Liebe, in eine Zukunft, die aus dem Labor kommt. Dieser »Fortschritt« geht uns alle an."
Wir fassen dann mal mit einem Satz zusammen:
"Die breite Akzeptanz der Homosexualität führt geradezu zum Untergang des Abendlandes"
Das und Ähnliches hat man schon mal gehört. Man hört es ähnlich bei den "Demos für alle" - in Stuttgart, wo gegen den Baden-Württembergischen Bildungsplan protestiert wird...
Soweit, so alt. Und wer von einem neorechten Pamphlet gegen Homosexualität im Jahre 2015 auch nur ein paar "neue" Gedanken erwartet, wird enttäuscht, denn Lombard reitet mit erstaunlicher Langatmigkeit auf nur einem eizigen argumentativen Pferd: Homosexualität sei gar keine Sexualität (sondern nur eine "Abweichung"), weil sie eben nicht der "Fortpflanzung" diene und daher "nicht naturgemäss" sei.
Selbst der Papst würde diese simple These mittlerweile schlicht lächerlich finden, aber Lombard schafft es, über 400 Seiten darüber zu schwadronieren. Der Ingrimm, mit dem er dies tut, erinnert an die Wahnhaftigkeit abstruser Verschwörungstheoretiker.
Und nichts weiter als das ist dieses Buch. Man könnte es getrost wie Herr Scheck in die Tonne des Großbuchhändlers werfen, so trostlos weltfremd kommt das daher...
Ungefährlich ist dies in Zeiten, in denen alleine die Behauptung, man "dürfe ja so viel in diesem Land garnicht mehr offen sagen" auf spontanen Beifall hoffen kann, allemal nicht. Deshalb gibt´s dieses Buch eben auch hier bei uns. Wie früher in guten alten Zeiten, in denen Homophobie noch die Regel und nicht die Ausnahme war, im (virtuellen) Regal Gift & Galle
