HYPERSEXED AND OVERPORNED? von KURT MÖLLER & PROJEKTGRUPPE XXX

Art.Nr.: 34642

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Produktbeschreibung

Erfahrungen zwischen Lust & Leid

>> Hirnkost, Berlin 2024
Hardcover, 21 x 21 cm, 300 Seiten

Verlagstext:

Sex-Selfies als Social-Media-Trend, frauenfeindliche Rap- und Partysongs zum Mitgrölen, Sexshops in Innenstädten mit Masturbationsgerätschaften in der Auslage, Sexting und DickPics-Versendung per Smartphone, digitale Darstellungen von sexualisierter Gewalt und Missbrauch von Kindern, Cybermobbing und -grooming, Herabwürdigung und sexuelle Ausbeutung per Dating-Apps und Unmengen von kinderleicht zugänglichen Pornoangeboten im Internet … Alles Anzeichen für eine bedenkliche Hypersexualisierung und Pornographisierung unserer Gesellschaft? Insbesondere für eine Überformung des Aufwachsens von Kindern und Jugendlichen mit sexindustriell vorgefertigten Skripts? Oder nicht auch ebenso sehr Anlässe für notwendige Auseinandersetzungen über die Chancen und Grenzen sexuellen Eigensinns, vielleicht sogar in Teilen Impulse für emanzipatorische Sexualität und mehr sexuelle Vielfalt?

Dieses Buch sucht Antworten. Im Schwerpunkt nicht aus wissenschaftlicher Außenperspektive, sondern aus der authentischen Innensicht von unmittelbar Beteiligten an derartigen Prozessen: von Leuten, die ihr Brot im Sexgeschäft verdienen, von Personen, die den Pornomarkt als Konsument:innen erleben, von Menschen, die Lust, aber auch Leid dabei erfahren, und von solchen, die mit all dem klarzukommen scheinen und sich zu helfen wissen.

Kapitelübersicht

Ein Vorspiel …
Zur Einführung: Kurt Möller: „Wie geil ist das denn?“ – Pornographie und (Hyper)Sexualisierung

Voll Porno – oder was?
„Mir macht’s halt einfach Spaß, Sex zu haben
„Die Pornoindustrie und der Sex mit einer Partnerin sind zwei Paar Schuhe“ „Ab wann fängst du an, deine Würde zu verlieren?“
„... warum ist der Fokus bei Frauen auf Titten und Arsch?“
„Egal, ob es Alkohol ist, ob es Drogen sind oder Pornos gucken: Kinder machen Sachen, die verboten sind“
„Diese Extreme, dieses Verbotene, diese Tabus, die haben immer mehr zugenommen“
„... es ist nicht real, und wenn ich die Brille abnehme, bin ich wieder in meinem Zimmer drin“
„Damals masturbierte ich regelmäßig auf der Arbeit“

Porno – aber anders!?
„Hey, Pornographie ist vielfältig!“
„Nach 15 Minuten war es gar nicht mehr strange, sich gemeinsam einen Porno anzuschauen“
„Juhu, ich bin auf einer rosa Porn-Wolke, alles ist super trooper!“
„... rip off the condom and just jizz, jizz, jizz […]. Die denken, sie müssen das so machen, weil sie es aus den Pornos kennen“

PORNstitution – fließende Übergänge?
„Prostitution ist der Ort, wo das nachgemacht wird, was Pornographie vorführt“
„Ich denke nicht, dass die Seele nicht geblutet hat, wenn eine in diesem Job gearbeitet hat“
„Du wirst nur noch bestellt wie eine Ware“
„Pornographie ist die Theorie, Prostitution die Praxis“

Kids im Blick – völlig grenzenlos?
„Herr Doktor, ich glaube, ich stehe auf Kinder“
„Der Pädophile ist nicht der mit der Hornbrille und schwarzen Ledertasche, der an einem dunklen Rasthof herumläuft und wartet, bis Klein-Joel in die Hecken zum Pipimachen geht“
„Menschen mit einer Pädophilie werden nicht zwangsläufig zu Täter:innen“

Ein Zwischenspiel … – Sex(A)wareness
Sich helfen (lassen) – Gewinn durch Verzicht?
„Die Sachen dienen einfach nur stumpf der Bedürfnisbefriedigung“
„Da wird die Frau nicht mehr als Person gesehen, sondern als Objekt, das Erlösung ausstrahlt“
„Gott möchte, dass wir in Freiheit leben“
„Man schaut anderen durchs Schlüsselloch beim Sex zu, aber man erlebt selbst rein gar nichts“

Recht auf Sex – für alle?
„Bloß zu sagen: ‚Ich will ficken‘, ist nicht der richtige Anmachspruch“
„Um Gottes Willen, du bist im Rollstuhl und du bezahlst einen Menschen, um Sex zu haben!“
„Warum, zur Hölle, geht jeder davon aus, dass Menschen mit Handicap keinen Sex haben wollen?“
„Mensch mit Behinderung braucht keinen Sex: völliger Blödsinn!“
„Sexualität sollte man auch behinderten Menschen nicht absprechen“
„Auf der einen Seite spielt er mit Lego, auf der anderen Seite onaniert er jeden Abend im Bad“

Business & Entertainment – alles total versext?
„… ein schöner Joint. Ein geiles Tattoo. Geile Frauen und ein sexy Tiger“
„Jeder redet über Frauenrechte und Gleichberechtigung, aber umgesetzt wird es nie“
„Keiner kann mir sagen, dass er noch nie Pornos geschaut hat“
„Man sieht, dass Frauen durch und durch sexualisiert werden“
„Sexualität ist wirklich ein Innovationstreiber“
„Es ist halt ein Kampf gegen Windmühlen“
„… kann sein, du siehst gut aus, aber es bringt dir nichts, wenn du einen schlechten Charakter hast“
„… man will sich natürlich nach außen hin so gut wie möglich verkaufen“
„Ein bisschen mehr Realness im Reality-TV wäre einfach ganz cool“
„Wenn wir unsere Pobacken nicht mehr zeigen, dann können wir potenziell keine Sponsoren anwerben“

Algorithmen – Date or Fake?
„Ich habe jahrelang versucht, die Videos zu löschen. Es ist einfach unmöglich!“ „Länge oder Technik?“
„… dass ich mich so entfalten kann, wie ich möchte, und jeder profitiert davon“ „Ich habe immer versucht, keine zu matchen, die vom Profil schon wirken wie – Ficker“
„… einfach so ein Jungsding“

Nachspiel und Anhang
Ein Nachspiel: Lösungen für das Zwischenspiel Sex(A)wareness
Hilfe-Adressen