ICH FLIEGE HIMMEL AN MIT UNGEZÄHMTEN PFERDEN von SIBYLLA SCHWARZ
Art.Nr.: 25567
Hersteller: Secession
EUR 20,00
inkl. 7 % USt
Produktbeschreibung
WERKAUSWAHL
>> Secession Verlag, Zürich 2021
Herausgegeben von Gudrun Weiland
Hardcover, 240 Seiten
Verlagsinfo:
In ihrem kurzen Leben schuf Sibylla Schwarz ein erstaunlich reiches und reifes poetisches Werk, das bis heute fasziniert. Mit 13 Jahren trat sie erstmals als Dichterin in die Öffentlichkeit, schrieb Verse zu Geburtstagen, Hochzeiten und Todesfällen, dichtete frei nach Ovids Metamorphosen ihre Version der Daphne, erzählte in der Schäferdichtung Faunus von der Blödigkeit zweier Liebender, machte aus dem väterlichen Landgut Fretow ihren Helikon und gestaltete dessen Zerstörung durch schwedische Truppen als mythologisches Trauerspiel. All diese Texte zeigen, wie sehr Schwarz die Literaturtradition beherrschte – und immer wieder überschritt. Bemerkenswert sind ihre Liebessonette, in denen sie das tradierte Gender-Paradigma um eine weibliche homoerotische Lesart erweitert. Vom Streit mit der liebsten Freundin oder vom Neid, der ihr das Dichten zu verleiden droht, schreibt sie mit poetischem Witz und findet für diese Zeit ungewöhnlich persönliche Töne.
Im Februar wird in Greifswald der 400. Geburtstag gefeiert der von ihren Zeitgenossen als Wunderding bestaunten Dichterin. Die Veröffentlichung dieser Werkauswahl soll dazu einlaaden, sie in ihrer Einzigartigkeit und in Beziehung zu den europäischen Femmes de lettres ihrer Zeit zu entdecken.
Sibylla Schwarz, geboren 1621 in Greifswald als Tochter des Bürgermeisters und dort auch 1638 im Alter von 17 Jahren an der Ruhr gestorben, begann als Zehnjährige Gedichte zu schreiben, die ihr später den Ruf der »Pommerschen Sappho« einbrachten. Die erstmals 1650 unter dem Titel Deutsche Poëtische Gedichte posthum veröffentlichten Texte machten sie schlagartig berühmt. Zwischenzeitlich vergessen, wurde sie in den vergangenen Jahren als eine der wichtigsten deutschen Barockstimmen wiederentdeckt. 2021 feiert Greifswald ihren 400. Geburtstag.
>> Secession Verlag, Zürich 2021
Herausgegeben von Gudrun Weiland
Hardcover, 240 Seiten
Verlagsinfo:
In ihrem kurzen Leben schuf Sibylla Schwarz ein erstaunlich reiches und reifes poetisches Werk, das bis heute fasziniert. Mit 13 Jahren trat sie erstmals als Dichterin in die Öffentlichkeit, schrieb Verse zu Geburtstagen, Hochzeiten und Todesfällen, dichtete frei nach Ovids Metamorphosen ihre Version der Daphne, erzählte in der Schäferdichtung Faunus von der Blödigkeit zweier Liebender, machte aus dem väterlichen Landgut Fretow ihren Helikon und gestaltete dessen Zerstörung durch schwedische Truppen als mythologisches Trauerspiel. All diese Texte zeigen, wie sehr Schwarz die Literaturtradition beherrschte – und immer wieder überschritt. Bemerkenswert sind ihre Liebessonette, in denen sie das tradierte Gender-Paradigma um eine weibliche homoerotische Lesart erweitert. Vom Streit mit der liebsten Freundin oder vom Neid, der ihr das Dichten zu verleiden droht, schreibt sie mit poetischem Witz und findet für diese Zeit ungewöhnlich persönliche Töne.
Im Februar wird in Greifswald der 400. Geburtstag gefeiert der von ihren Zeitgenossen als Wunderding bestaunten Dichterin. Die Veröffentlichung dieser Werkauswahl soll dazu einlaaden, sie in ihrer Einzigartigkeit und in Beziehung zu den europäischen Femmes de lettres ihrer Zeit zu entdecken.
Sibylla Schwarz, geboren 1621 in Greifswald als Tochter des Bürgermeisters und dort auch 1638 im Alter von 17 Jahren an der Ruhr gestorben, begann als Zehnjährige Gedichte zu schreiben, die ihr später den Ruf der »Pommerschen Sappho« einbrachten. Die erstmals 1650 unter dem Titel Deutsche Poëtische Gedichte posthum veröffentlichten Texte machten sie schlagartig berühmt. Zwischenzeitlich vergessen, wurde sie in den vergangenen Jahren als eine der wichtigsten deutschen Barockstimmen wiederentdeckt. 2021 feiert Greifswald ihren 400. Geburtstag.