Produktbeschreibung
ERINNERUNGEN 1910-1929
>> Lehmstedt Verlag, Leipzig 2024
Hardcover, 420 Seiten
Verlagstext:
In seinen hier zum ersten Mal veröffentlichten Erinnerungen schildert Erich Ebermayer lebendig und pointiert wie in einem Roman seine Kindheit und Jugend am Ende der Kaiserzeit, seine Studienjahre und seine Anfänge als bald schon hochgeschätzter Schriftsteller und Rechtsanwalt in Leipzig. Der Sohn des berühmten Juristen am Leipziger Reichsgericht Ludwig Ebermayer, der als Oberreichsanwalt u. a. die Prozesse gegen die Kapp-Putschisten und gegen die Mörder von Walther Rathenau führte, war schon früh mit zentralen politischen Auseinandersetzungen vertraut und wählte selbst eine Laufbahn als Strafverteidiger. Zugleich gehörte er zu den vielbeachteten jungen Schriftstellern der Weimarer Republik und verkehrte in den Kreisen von Klaus Mann, Ernst Toller und Stefan Zweig.
Für die Kulturgeschichte Leipzigs im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts zählen Ebermayers Memoiren zum Besten, was jemals geschrieben worden ist. Höchste Zeit, dass der Text endlich ans Licht der Öffentlichkeit tritt – ein Lesevergnügen ersten Ranges!
Erich Ebermayer (1900–1970) besuchte die Thomasschule in Leipzig und studierte Jura in Leipzig, München und Heidelberg. Nach der Promotion wurde er 1923 Anwalt in Leipzig und begann zugleich eine Laufbahn als Schriftsteller von Erzählungen, Romanen, Theaterstücken, Film- und Fernsehdrehbüchern. In der NS-Zeit lavierte er zwischen den Fronten und konnte trotz seiner Homosexualität in der »inneren Emigration« weiterarbeiten.
Erlkoenig sagt:
Erich Ebermayers "drei" Karrieren (in der Weimarer Republik, der Nazi-Zeit und der Nachkriegs-BRD bis in die 60er Jahre) sind in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert. Schon in seinem ersten Roman ("Doktor Angelo", 1924) thematisiert er offen Homosexualität bzw. "Jünglingsliebe", und greift diese Thematik auch später immer wieder auf. Das hindert ihn nicht daran, im "3. Reich" Karriere als Drehbuchschreiber für nette Komödien und Propaganda-Machwerke zu machen, die sehr deutlich zeigen, dass ihn die Ideologie der Nazis zumindest nicht "stört". Und es zeigt, dass eine gewisse "Systemtreuheit" durchaus auch "notorische Homosexuelle" vor Verfolgung bewahrte, wenn sie Fürsprecher hatten und "gebraucht" wurden. Auch in der Nachkriegszeit verstand er es, als Vielschreiber - insbesonderes fürs neu entsehende Format "Fernsehen", seine erfolgreiche Arbeit fortzusetzen, ohne darauf verzichten zu müssen, ab und an "nebenher" auch wieder "Homoerotisches" zu publizieren...
>> Lehmstedt Verlag, Leipzig 2024
Hardcover, 420 Seiten
Verlagstext:
In seinen hier zum ersten Mal veröffentlichten Erinnerungen schildert Erich Ebermayer lebendig und pointiert wie in einem Roman seine Kindheit und Jugend am Ende der Kaiserzeit, seine Studienjahre und seine Anfänge als bald schon hochgeschätzter Schriftsteller und Rechtsanwalt in Leipzig. Der Sohn des berühmten Juristen am Leipziger Reichsgericht Ludwig Ebermayer, der als Oberreichsanwalt u. a. die Prozesse gegen die Kapp-Putschisten und gegen die Mörder von Walther Rathenau führte, war schon früh mit zentralen politischen Auseinandersetzungen vertraut und wählte selbst eine Laufbahn als Strafverteidiger. Zugleich gehörte er zu den vielbeachteten jungen Schriftstellern der Weimarer Republik und verkehrte in den Kreisen von Klaus Mann, Ernst Toller und Stefan Zweig.
Für die Kulturgeschichte Leipzigs im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts zählen Ebermayers Memoiren zum Besten, was jemals geschrieben worden ist. Höchste Zeit, dass der Text endlich ans Licht der Öffentlichkeit tritt – ein Lesevergnügen ersten Ranges!
Erich Ebermayer (1900–1970) besuchte die Thomasschule in Leipzig und studierte Jura in Leipzig, München und Heidelberg. Nach der Promotion wurde er 1923 Anwalt in Leipzig und begann zugleich eine Laufbahn als Schriftsteller von Erzählungen, Romanen, Theaterstücken, Film- und Fernsehdrehbüchern. In der NS-Zeit lavierte er zwischen den Fronten und konnte trotz seiner Homosexualität in der »inneren Emigration« weiterarbeiten.
Erlkoenig sagt:
Erich Ebermayers "drei" Karrieren (in der Weimarer Republik, der Nazi-Zeit und der Nachkriegs-BRD bis in die 60er Jahre) sind in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert. Schon in seinem ersten Roman ("Doktor Angelo", 1924) thematisiert er offen Homosexualität bzw. "Jünglingsliebe", und greift diese Thematik auch später immer wieder auf. Das hindert ihn nicht daran, im "3. Reich" Karriere als Drehbuchschreiber für nette Komödien und Propaganda-Machwerke zu machen, die sehr deutlich zeigen, dass ihn die Ideologie der Nazis zumindest nicht "stört". Und es zeigt, dass eine gewisse "Systemtreuheit" durchaus auch "notorische Homosexuelle" vor Verfolgung bewahrte, wenn sie Fürsprecher hatten und "gebraucht" wurden. Auch in der Nachkriegszeit verstand er es, als Vielschreiber - insbesonderes fürs neu entsehende Format "Fernsehen", seine erfolgreiche Arbeit fortzusetzen, ohne darauf verzichten zu müssen, ab und an "nebenher" auch wieder "Homoerotisches" zu publizieren...
