Produktbeschreibung
Tropen Verlag, Stuttgart 2004
Hardcover, 208 Seiten
Verlagstext:
»Mitte 20 muss man unglücklich verliebt sein, damit man in den Dreißigern das Liebesglück noch mehr zu schätzen weiß« – das gilt auch für lesbische Archäologiestudentinnen. Wie aber damit umgehen, wenn einem das Flattern durch Mark und Bein schießt, sobald die schöne Helene im Universitätsflur auftaucht? Eine solche Frau, ebenso makellos wie heterosexuell, kann man schließlich nicht einfach von der Seite anquatschen.
Um es auf den Punkt zu bringen: Die Anbetung einer unerreichbaren Geliebten ist zwar in der Theorie ganz nett, stellt aber in Wahrheit kein erfülltes Lebenskonzept dar. Doch selbst wenn einem Ovid mit seinen Verführungskünsten unter die Arme greift – wie besänftigt man gleichzeitig die unerwartet heftig auftretenden Kinderwünsche der eigenen Partnerin? Mit romantischen Gesprächen über Spermabeschaffung am Frühstückstisch? Alea non iacta est. Noch können Monogamie und schreiender Nachwuchs auf den geeigneten Lebensentwurf hin überprüft werden. Im Gewand eines Minneliedes verhandelt dieses unerschrockene Debüt die Grenzen der Liebe und der Lust.
"Es ist hart, lesbisch zu sein, wenn die Weiber um einen herum aussehen wie Walküren mit stark erhöhten Cholesterinwerten. Die Frauen aus der Klassischen Archäologie sind zwar hübscher, aber alle auf die gleiche Art versnobt. Natürlich ist es leichter, neben einer hellenistischen Vase gut auszusehen, als vor einem klobigen Germanenkrug, dessen Material zu einem Drittel aus Pferdescheiße besteht. Aber wer will schon eine Galatea flachlegen? Und bei spontaner Bisexualität erwarten einen in der Prähistorik nur Männer, die jeden Sommer mit Kotze in den Bärten auf dem Wacken abhängen oder in brandenburgischen Wäldern zu Mittelalter-Rollenspielen die Doppelaxt schwingen. So ein Mann bringt einen hochwertigen Kapuzenponcho in die Ehe mit, aber keine Erotik. Die Kollegen der Winckelmann-Fraktion tragen im Sinne athenischer Knabenliebe eher ein Klistier bei sich. Wo bleibt da die Poesie?"
Hardcover, 208 Seiten
Verlagstext:
»Mitte 20 muss man unglücklich verliebt sein, damit man in den Dreißigern das Liebesglück noch mehr zu schätzen weiß« – das gilt auch für lesbische Archäologiestudentinnen. Wie aber damit umgehen, wenn einem das Flattern durch Mark und Bein schießt, sobald die schöne Helene im Universitätsflur auftaucht? Eine solche Frau, ebenso makellos wie heterosexuell, kann man schließlich nicht einfach von der Seite anquatschen.
Um es auf den Punkt zu bringen: Die Anbetung einer unerreichbaren Geliebten ist zwar in der Theorie ganz nett, stellt aber in Wahrheit kein erfülltes Lebenskonzept dar. Doch selbst wenn einem Ovid mit seinen Verführungskünsten unter die Arme greift – wie besänftigt man gleichzeitig die unerwartet heftig auftretenden Kinderwünsche der eigenen Partnerin? Mit romantischen Gesprächen über Spermabeschaffung am Frühstückstisch? Alea non iacta est. Noch können Monogamie und schreiender Nachwuchs auf den geeigneten Lebensentwurf hin überprüft werden. Im Gewand eines Minneliedes verhandelt dieses unerschrockene Debüt die Grenzen der Liebe und der Lust.
"Es ist hart, lesbisch zu sein, wenn die Weiber um einen herum aussehen wie Walküren mit stark erhöhten Cholesterinwerten. Die Frauen aus der Klassischen Archäologie sind zwar hübscher, aber alle auf die gleiche Art versnobt. Natürlich ist es leichter, neben einer hellenistischen Vase gut auszusehen, als vor einem klobigen Germanenkrug, dessen Material zu einem Drittel aus Pferdescheiße besteht. Aber wer will schon eine Galatea flachlegen? Und bei spontaner Bisexualität erwarten einen in der Prähistorik nur Männer, die jeden Sommer mit Kotze in den Bärten auf dem Wacken abhängen oder in brandenburgischen Wäldern zu Mittelalter-Rollenspielen die Doppelaxt schwingen. So ein Mann bringt einen hochwertigen Kapuzenponcho in die Ehe mit, aber keine Erotik. Die Kollegen der Winckelmann-Fraktion tragen im Sinne athenischer Knabenliebe eher ein Klistier bei sich. Wo bleibt da die Poesie?"
