MITTSOMMERMORD von HENNING MANKELL

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MITTSOMMERMORD von HENNING MANKELL

MITTSOMMERMORD von HENNING MANKELL

>> dtv, München 2010 [Dt. Erstausgabe, Zsolnay, Wien 2000]
Originalausgabe: STEGET EFTER, 1997
Übersetzt aus dem Schwedischen von Wolfgang Butt
Taschenbuch, 608 Seiten


Verlagstext:

Es sollte ein harmloses Rollenspiel werden, am 21. Juni 1996, ein kleines Verkleidungsritual in der mythenumrankten Mittsommernacht. Doch Wanderer schaudern, als sie Wochen später in einem Naturschutzgebiet auf die drei Jugendlichen stoßen, deren leblose Körper noch mit Miedern, Hemdkrausen und Perücken herausgeputzt sind. Bald ist es grausige Gewißheit: Sie wurden Opfer eines Verbrechens.
Fast zur gleichen Zeit wird Kommissar Wallanders geschätzter Kollege Svedberg mit zerschossenem Gesicht in seiner Wohnung aufgefunden. Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Fällen? Kurt Wallander stürzt sich verzweifelt in die Ermittlungen. Dabei stellt er zu seinem Entsetzen fest, wie wenig er über seinen Kollegen weiß, mit dem er jahrelang zusammengearbeitet hat ...

Erlkoenig sagt:


"Ein Krimi ist ein Krimi ist ein Krimi", könnte man sagen: Spannend muss es sein, alles andere ist zweitrangig. Insofern ist Wallanders 7. Fall ein guter Krimi, denn Mankell wartet hier wirklich mit einem Plot auf, der feinstes Krimihandwerk ist. Ja: es ist (sehr) spannend!

Aber: Ohne allzuviel "verraten" zu wollen - man ahnt es ja schon: Wallanders Kollege Svedberg war, das stellt sich nach seinem Tod heraus, schwul. Und auch sonst spielt Homosexualität eine gewichtige Rolle bei dem gesamten Fall. Und man muss es leider so deutlich sagen: Das Bild, was Mankell von Schwulen und Homosexualität zu haben scheint bzw. hier transportiert, entspringt geradewegs dem Gruselkabinett der 50er oder frühen 60er Jahre. Wäre "Mittsommermord" etwa 40 Jahre früher (ca. 1955) angesiedelt, könnte man das noch als "realistische Schilderung einer unterdrückten Randgruppe" durchgehen lassen. Für einen Roman, der Mitte der 90er des 20. Jahrhunderts in Schweden spielt, ist eine so antiquierte Darstellung schwulen Lebens einfach nur extrem ärgerlich!