MOIRA von JULIEN GREEN
Art.Nr.: 06487
Hersteller: dtv - Deutscher Taschenbuch-Verl
EUR 9,50
inkl. 7 % USt
Produktbeschreibung
>> dtv, München 2006
Originalausgabe: MOIRA, Plon, Paris 1950
Aus dem Französischen von Georg Goyert
Taschenbuch, 256 Seiten
Verlagstext:
Joseph Day, ein unberührter Jüngling »aus den Bergen«, studiert 1920 in Virginia Griechisch, Geschichte, englische Literatur und Bibelexegese. Er ist sehr religiös und von schlichtem Gemüt. Mit seinem religiösen Eifer und dem feurig-roten Haarschopf sticht er seinen Kommilitonen in die Augen. Sie wollen ihn mit einem Streich kurieren: Moira, eine sinnliche und verführerische junge Frau, erklärt sich bereit, dabei mitzuspielen. Aus dem Spiel wird jedoch Ernst...
Erlkoenig sagt:
Tendenziell wäre die Aussage des Romans fast einfach zu interpretieren: Der "Held" ist ein zutiefst gestörter junger Mann, dessen fanatische "Tugendhaftigkeit" alles um ihn selbst - und am Ende natürlich auch ihn selbst, ins Unglück stürzt. Josephs geradezu perverse Ablehnung jeder Art von Sinnlichkeit/Sexualität bringt im wahrsten Sinne des Wortes Tod und Verderben für sein gesamtes Umfeld...
Ein klarsichtiges Lehrstück also darüber, dass die Unterdrückung sexueller Bedürfnisse monströse Folgen haben kann. Verrückt wird die Sache dadurch, dass Julien Green (1900-1998!) sein ganzes Leben lang einen fanatischen Kampf gegen seine eigene (Homo)-Sexualität geführt hat und sich immer 100%ig auf die Seite eines reaktionären, sinnenfeindlichen und homophoben Katholizismus stellte - gleichzeitig aber in der "Praxis" seine schwulen Bedürfnisse durchaus vielfältig ausgelebt hat.
Nun gut... man muss nicht alles verstehen. Es gibt wohl wirklich "mehr Dinge zwischen Himmel und Erde" als man erklären kann...
Originalausgabe: MOIRA, Plon, Paris 1950
Aus dem Französischen von Georg Goyert
Taschenbuch, 256 Seiten
Verlagstext:
Joseph Day, ein unberührter Jüngling »aus den Bergen«, studiert 1920 in Virginia Griechisch, Geschichte, englische Literatur und Bibelexegese. Er ist sehr religiös und von schlichtem Gemüt. Mit seinem religiösen Eifer und dem feurig-roten Haarschopf sticht er seinen Kommilitonen in die Augen. Sie wollen ihn mit einem Streich kurieren: Moira, eine sinnliche und verführerische junge Frau, erklärt sich bereit, dabei mitzuspielen. Aus dem Spiel wird jedoch Ernst...
Erlkoenig sagt:
Tendenziell wäre die Aussage des Romans fast einfach zu interpretieren: Der "Held" ist ein zutiefst gestörter junger Mann, dessen fanatische "Tugendhaftigkeit" alles um ihn selbst - und am Ende natürlich auch ihn selbst, ins Unglück stürzt. Josephs geradezu perverse Ablehnung jeder Art von Sinnlichkeit/Sexualität bringt im wahrsten Sinne des Wortes Tod und Verderben für sein gesamtes Umfeld...
Ein klarsichtiges Lehrstück also darüber, dass die Unterdrückung sexueller Bedürfnisse monströse Folgen haben kann. Verrückt wird die Sache dadurch, dass Julien Green (1900-1998!) sein ganzes Leben lang einen fanatischen Kampf gegen seine eigene (Homo)-Sexualität geführt hat und sich immer 100%ig auf die Seite eines reaktionären, sinnenfeindlichen und homophoben Katholizismus stellte - gleichzeitig aber in der "Praxis" seine schwulen Bedürfnisse durchaus vielfältig ausgelebt hat.
Nun gut... man muss nicht alles verstehen. Es gibt wohl wirklich "mehr Dinge zwischen Himmel und Erde" als man erklären kann...