ZWEI LIEBEN von RAINER VOLLATH

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ZWEI LIEBEN von RAINER VOLLATH

ZWEI LIEBEN von RAINER VOLLATH

>> Querverlag, Berlin 2010
Paperback, 208 Seiten


Verlagstext:

Berlin 1938. Der 28-jährige Fritz wird im Berliner Tiergarten von der Gestapo ertappt, verhaftet und ins KZ gebracht. Sieben Jahre verbringt er in Sachsenhausen und Flossenbürg. Was ihm beim Überleben hilft, ist seine Liebe zu dem jungen Häftling Jan aus Warschau. Bei Kriegsende trennen sich jedoch ihre Wege für immer.

Aus Angst vor Repressalien führt Fritz nach dem Krieg in Berlin jahrzehntelang ein Doppelleben und traut sich nicht, zu seinem Schwulsein zu stehen. Doch dann wird 1969 der Paragraph 175 entschärft, ein frischer Wind weht in der Metropole. Fritz versucht, eine Entschädigung für die im KZ erlittenen Qualen zu bekommen – und er lernt Will kennen.

Der Autor erzählt in sich zeitlich abwechselnden Kapiteln den Überlebenskampf im KZ und das Aufkeimen der Schwulenbewegung in der Berliner Nachkriegszeit. In klarer, nüchterner Sprache zeichnet er das Leben eines Mannes nach, der es trotz seiner – aus einer bedrückenden Vergangenheit herrührenden – Ängste schafft, ein Selbstbewusstsein als schwuler Mann zu entwickeln und sich seinen Platz in der Gesellschaft zu erkämpfen.

Erlkoenig sagt:

Leider ist "gut gemeint" nicht unbedingt gut. Vollath Charaktere bleiben mehr als blass. Protagonisten eines Romans halt, die halt das "typische Schicksal" von Schwulen durchleben und durchleiden - aber eher keine "echten" Personen, die den Leser als solche interessieren.
Die im "3. Reich" spielende Handlung ist zumindest noch einigermassen ordentlich recherchiert. "So" - oder so ähnlich - könnte es also gewesen sein... Für die in den späten Sechzigern spielende Handlung gilt das leider nicht: Hier geht Vollath ohne jede Erdung durch Realität (oder z.b. einen Lektor, der dem Unfug ein Ende macht!) durch die Decke: Schwule Beratungstelefone, "Bären"-Treffen, schwul-lesbische Kulturzentren... man reibt sich ungläubig die Augen.
Gerade bei einem Roman, der ganz eindeutig didaktisch motiviert ist (den "jungen Schwulen von heute erzählen, wie es früher gewesen ist") darf sowas einfach nicht sein!